Werner Schweer: Klavierlernen mit Musescore ermöglichen?

• Mär 8, 2019 - 10:58

Hallo zusammen,

Ich hoffe ich poste im richtigen Forum.

Ich habe gelesen, das auch ein Deutscher Entwickler im Team von MuseScore vertreten ist.
Herr Werner Schweer. Leider fand ich keine E-Mailadresse um ihn direkt anzuschreiben.
Es wäre schön, wenn Herr Schweer, oder ein anderer Programmierer / Entwickler sich folgende Ideen ansehen könnte.

Würde diese Ideen umgesetzt werden, könnte ich sogar in der Werkrealschule wieder eine Klavier AG genehmigt bekommen. Da die Schüler dann weitgehend selbständig mit Musicsocre und dem Plugin Klavierspielen könnten.
Das wäre eine großartige Sache.

Nun zu meiner Idee

Für Musescore gibt es das PlugIn "Midi SightReader" von DonH.
https://musescore.org/en/project/midi-sight-reader

Wenn man ein Midiklavier mit Musescore 2.0.1 verbindet, kann man die Noten des geöffneten Liedes spielen.
Werden die Noten richtig gespielt, werden diese grün. Wird eine falsche Note gespielt, geht der Cursor nicht weiter. Das ganze funktioniert im Step by Step Modus, also ohne Zeitdruck durch Rhythmus und Metronom.
DonH war auch so nett das Plugin um zwei weiter Optionen, z.b. für Legatospiel zu erweitern.

Problem:
Der Cursor blättert nicht automatisch die Seitenansicht weiter, so dass man immer die Noten verfolgen kann, die man spielen will.

Das Problem wurde hier im Englischen Forum beschrieben:
https://musescore.org/en/node/282107#comment-897069

Ich habe hier eine Lösung gesehen, die PianoMarvel benutzt.
Wäre damit das Problem lösbar?
https://onedrive.live.com/?cid=0616f3a253a2b252&id=616F3A253A2B252%2111…

Beschreibung der Lösung:

Es werden immer zwei Zeilen angezeigt.
Ist die erste Zeile durchgespielt, springt der Cursor automatisch zur zweite Zeile.
Gleichzeitig wird die erste Zeile durch die dritte Liedzeile ersetzt.
Ist die Zweite Zeile durchgespielt springt der Cursor zur 1 Zeile ,wo jetzt die dritte Liedzeile steht.
Gleichzeitig wird dann die zweite Zeile durch die 4 Liedzeile ersetzt. Usw.

Durch diese Lösung hat man gegenüber einem fortlaufenden System wie z.B. bei Flowkey, immer
- stehende Noten (keine Unruhe durch Bewegung)
- immer zeit mehrere Takte sogar vorzulesen.

Es gibt ja sogar eine MuseScore App für Tablets.
Somit könnte man dass System dahingehend noch modifizieren, dass eine Zeile immer erneuert wird, wenn man ein Bluetooth Pedal drückt, oder z.B. einer Taste oder einem Klavierpedal ein Midibefehl zuweist, so dass die Zeile erneuert wird.
- Somit hätte man ein Digitales Notenbuch, welches man immer mitnehmen kann.
- Leute mit Sehbehinderung (Ich spreche aus Erfahrung) könnten die Noten sich sehr groß anzeigen lassen.
das wäre eine echte Erleichterung.

Ich würde mich über Rückmeldung sehr freuen.

Midizuweisung:

Bisher habe ich die Midizuweisung mit diesem Programm erledigt.
Ich habe z.B. dem Linken klavierpedal ein Befehl zugewiesen, der gleich kommt wie wenn man die Linke Maustaste drückt. Dann habe ich die Maus auf die Position gesetzt wo der Button sich befindet zum Zeilenerneuern und musste nur noch das Klavierpedal drücken um zu nächste Seite zu gelangen.
The Bome Midi Translater Pro
https://www.bome.com/products/miditranslator

Vielen Dank
Frank


Comments

Hm, dieses Rad scheint außerhalb von MuseScore schon erfunden zu sein :)
Ein paar Beispiele:

FLOWKEY (Yamaha) "Entdecke Klavierlernen neu
flowkey zeigt dir die genaue Spieltechnik und erkennt automatisch, ob du richtig mitspielst.
Dadurch lernst du die Noten und Akkorde einfacher und schneller, als je zuvor. " https://www.flowkey.com/de

MIDI PIANIST "(...) Spielen Sie die vom Programm angezeigten Noten möglichst fehlerfrei nach und lernen Sie diese dabei spielerisch. (...)", in freier und in Bezahlversion: http://www.midipianist.com/index_de.html

Der hier ist so ähnlich: https://www.superprof.de/blog/wo-und-wie-klavier-lernen-online/

Es gibt sicher weitere, etwa aus der open source Szene.

Antwort auf von MS-SPO

Hallo MS-SPO,

>Hm, dieses Rad scheint außerhalb von MuseScore schon erfunden zu sein :)
Leider nicht wirklich. Flowkey und Skoove habe ich umfangreich über einen länger Zeitraum getestet.

Zu Flowkey und Skoove

Beide Programme sind recht ähnlich haben aber entscheidende Nachteile gegenüber dem Plugin von MusicScore

PROBLEME

Problem 1: Keine eigenen "Lieblings"Lieder möglich
Es ist nicht möglich seine eigenen Lieder zu üben. Man ist leider voll abhängig von den Liedern die Flowkey bzw. Skoove oder MidiPianist usw. anbietet.

Problem 2: Keine Korrekturen Anpassungen möglich
Man kann keine Korrekturen bzw. Änderungen wie z.B. andere Fingersatz vornehmen.
Als Klavierspieler ist es sehr irritierend, wenn ein Fingersatz dasteht, den man so nicht spielen will/kann, und dieser nicht zu ändern ist.

Problem 3: Keine Fingersätze vorhanden
Es sind keine Fingersätze verfügbar. Man muss sich die Hände ansehen um zu erkennen welchen Finger für welche Taste genommen wird. Zum Teil verdeckt dann die eigene Hand bzw. die Kameraperspektive die Finger.
Ich bin eigentlich ein sehr geduldiger Mensch, aber das Analysieren, welcher Finger gerade gespielt wird, brachte mich fast um den Verstand. Da schaut man sich manche Stellen echt 10 bis 15 mal an. Das ist sehr nervig.

Problem 4: Sehr gewöhnungsbedürftige Ansicht
Die Ansicht hat nicht wirklich viel mit der zu tun wie wenn man später Lieder aus einem Songbook spielen will.
Es ist so eine Art "Laufbandansicht"

Problem 5: keine schnelles Spiel möglich
Ein schnelles Spiel ist nicht möglich. Das Programm kommt nicht hinterher.
Die Entwickler von Flowkey und Skroove meinten, dass es auch nur für das ganz langsame Spiel gedacht ist.

Problem 6: Nur die Mitspielgeschwindigkeiten möglich
Man kann nicht in dem Tempo spielen, welches einem Angenehm ist, Die drei Geschwindigkeiten sind vorgegeben

Problem 7 : Nur für Midi-Piano
Richtig funktioniert dies nur mit einem Midikeyboard.
Bei MusikScore gibt es ja eine Androidapp. Wenn man dort die Ansicht noch auf das 2 Zeilensystem optional einstellen könnte, kann seine Noten immer mitnehmen und per Fußschalter umschalten.
Vorteil
- Große Noten für Sehbehinderte
- Auch für kleine 10 Zoll Tablet geeignet.

Problem 7: Kosten. Jeder Schüler bräuchte ein Account
Für staatliche Schulen ist das nicht finanzierbar. (Da haben die Sportler einfach die besser Lobby :-( )

Ich habe schon viele Programme getestet. In der Liste fehlt noch Midiilustrator.
Jedoch ist das größte Problem. Dass die keine eigenen Lieder oder eigene Arrangement zu lassen.
Midiilustrator nimmt zwar Midi-Dateien an, jedoch sehen die dann nicht mehr wirklich so aus wie man diese mit MusicScore geschrieben hat. Auch fehlen
- Akkorde
- Fingersätze (Müssen nachträglich mit einem eigenen Editor nochmals eingeben werden)
- Texte

Fazit:
MusicScore hat eigentlich schon alles. Plugin wurde schon geschrieben und DonH. Er würde es auch umschreiben, so dass es für MusicScore 3.x funktioniert und ohne Java möglich wäre.
Das einzige Problem ist derzeit die Cursorfolgung,.
Dies könnte eben durch die zwei Zeilenansicht behoben werden.

Ich glaube auch, dass nur ein Notationsprogramm dazu geeignet ist, so eine Funktion richtig umzusetzen.
Die anderen Programm, können nur Midi oder XML importieren, und da gibt es sehr viele Probleme. Nicht nur in der Darstellung.

Vorteil: Verläge könnten Klavierschulen über MusicScore anbieten
MusicScore könnte sogar eigne Klavierschulen anbieten und verkaufen.
Wenn man Verläge dazu gewinnen könnte.
Das Spiel wird ja überwacht.

Ich hoffe ich konnte dich von den Vorteilen die das PlugIn in MusicScore hätte, ein wenig überzeugen.

Gruß
Frank

Antwort auf von musikus70

auch unabhängig vom Klavierüben wäre die 2 Zeilenansicht oder eine andere Möglichkeit die Noten beim mitspielen vernünftig mitzulesen (bei den bisher verfügbaren Möglichkeiten von MS nervt das springen, zudem erfolgt es erst genau in dem Moment an dem die nächste Note kommt so dass vorrauslesen unmöglich ist)
Gruss
Wolfgang

Antwort auf von wolfgan

Ich blättere derzeit mit diesem Workaround um.
Dennoch gut für Sehbehinderte, oder für kleine Tablets, finde ich
So brauch ich nur auf das linke Klavierpedal drücken, und die nächste Seite kommt.
Leider ist hier halt keine Vorschau möglich, wie dies bei der obigen Idee gelöst wurde,
wo immer abwechselnd die obere dann die unter Zeile erneuert wird.

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Antwort auf von tuxan

Hu Tuxan,

es ist schwierig, wenn man eine anspruchsvolle Stelle am Klavier spielt, und dann von der Klaviatur wieder auf blickt zur Partitur. Man muss wieder die Stelle finden, wo es weitergeht.
Wenn dann das ganze noch in Bewegung ist, wird es noch schwieriger.
Gerade bei Sprüngen ist es oft ein Wechsel von unten (Klaviatur) noch oben Noten.

Ich gebe dir recht, wenn man z.B. Flöte spielt und immer den gleichen Fingersatz hat, geht ein Fließtext gut zu lesen. Man bleibt mit den Augen an der stelle die man spielt. Beim Klavierspielen finde ich das, wie oben versucht zu erklären, sehr schwierig.

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