Alternativen Klang durch MP3 Dateien

• 27. Nov 2021 - 20:41

Hallo Leute, das ist mein erster Beitrag obwohl ich seit gefühlten Ewigkeiten hier bin und hoffe, dass ich hier richtig bin. Ich frage mich ob man MP3 Dateien bzw Audiodateien von anderen Notationssoftware (wie Sibelius mit Notepeformer) auf Partituren von Musescore drauf tun kann. Als Beispiel: Ich habe ein Konzert komponiert hier in Musescore und exportiere es als XML/MXL Datei zu Sibelius um da den Klang mit Noteperformer zu "verbessern", dann möchte ich den erstellten Klang auf Musescore irgendwie zum selben Werk senden. Ist wahrscheinlich umständlich, aber ist dies möglich, oder gibt es eine bessere alternative?


Comments

Erst einmal muß eines klar sein: Alles was Audio ist (wav, mp3, flac, ...) läßt sich mit Notensatzprogrammen nicht bearbeiten. Dafür bedarf es Audioeditoren oder viel besser (Digitale) Audioworkstations [DAW].
Was Du oben beschrieben hast, hat damit nichts zu tun.
Du hast eine beschreibende Sprache (Musescore-Datei) über einer standardisierten Sprache (Music-XML) in eine andere beschreibende Sprache (Sibelius) gewandelt.
Was Du als Klangverbesserung angibst, sind lediglich die Unterschiede in der Interpretation der beschreibenden Sprache bzw. der verwendete Soundfont des jeweiligen verwendeten Programmes, der die Umwandlung in eine Audiodatei vornimmt.
Eine Klangverbesserung kannst Du also schon in Musescore erreichen, wenn Du höherwertige Soundfonts in den Synthesizer lädst oder wenn dies möglich ist, über Midi ein Instrument ansteuerst (was dann allerdings weitere Audiobearbeitung nach sich zieht).
Vibratos, Bendings, bestimmte staccative Töne, Dämpfungen, ..., und vor allem das weglassen des Attacks bei gebundener Spielweise wirst Du mit ausreichend Kenntnis und viel Arbeit nur in einer DAW oder mit Hilfe spezieller Soundfonts brauchbar erzeugen könne. Live einspielen ist da meist der einfachere Weg.

Antwort auf von tuxan

So, habe mir mal auf die schnelle einen kleinen Überblick über den 'Noteperformer' verschafft. Es ist im Prinzip ein Humanisizer, der natürlich auch an seine Grenzen stößt. Wenn ich das richtig verstanden habe, klemmt er sich zwischen Sibelius und der Tonausgabe und verändert nicht die Notation (letzteres nur eine Vermutung, die ich nicht überprüfen kann). Noteperformer ist auch kein klassisches Plugin, so das es sich nicht als VST oder ähnlichem nutzen läßt.
Ich vermute auch, das die Midiausgabe über Sibelius die Veränderungen von Noteperformer nicht ausgibt. Aber das kann man leicht überprüfen, wenn man es hat.

Noch zwei andere Gedankengänge ohne sicher zu sein, ob dies dir bei deiner Frage weiterhilft:

Habe mich mit beidem bisher nicht wirklich befasst.

Antwort auf von kuwitt

Zur Klangverbesserung hätte ich noch eine Anmerkung.
Eine Humansierung von midigenerierten Dateien ist angenehm, weil dadurch der statische Eindruck mehr oder weniger genommen wird.
Wenn es aber um den Klang der einzelnen Instrumente geht, ist MP3 (oder andere verlustbehafteten Komprimierungsverfahren) als Zielformat keine gute Idee. Soweit ich mich erinnere wird bei MP3 einiges an Obertönen weggehobelt und es entstehen Verzerrungen (je nach Bitrate mehr oder weniger), was den Klang natürlich verarmt. Je nachdem, was für Abhöranlage man benutzt und welche Ansprüche man hat, könnte FLAC (verlustfreie Komprimierung) die bessere Wahl sein.
Aber da braucht man dann schon gute Soundfonts und mischt das alles in einer DAW, wo man nochmal etwas bis einer Menge herausholen kann. Ist dann allerdings arbeitsaufwendig.

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