Instrument Tenorhorn

• 12. Feb 2020 - 09:47

In der Blasmusik ist das Tenorhorn ein häufig verwendetes Instrument, jedenfalls in Deutschland. Dieses Instrument existiert so aber in Musescore nicht. In früheren Versionen (2.x) war ich da mit Euphonium im Violinschlüssel gut bedient, jetzt in der aktuellen Version von 3 war aber Baritonhorn im Violinschlüssel bedeutend besser. Euphonium war richtig scheußlich hoch..
Mir wäre es lieb, wenn ich einfach ein Tenorhorn wählen könnte..


Comments

Antwort auf von Jojo-Schmitz

Baritonhorn gibt es wesentlich im Bassschlüssel notiert, gestimmt in C, aber auch im Violinschlüssel notiert und in B gestimmt, wenn ich es Recht habe. Das Tenorhorn ist in aller Regel in B gestimmt und im Violinschlüssel notiert.
Klangliche Unterschiede gibt es wohl auf Grund der unterschiedlichen Mensur auch (siehe z.B. Artikel Euphonium bei Wikipedia.) Das sind aber möglicherweise Nuancen, die für Musescore (noch) nicht relevant sind.

Antwort auf von Jojo-Schmitz

Ich hätte erwartet, dass Euphonium (Violinschlüssel) ebenso gut passt, tut es aber nicht. Wie ich schon sagte, war das unter 2.x auch mal so, dass ich auf Euphonium (Violinschlüssel) ausgewichen bin. Vielleicht passt die Konfiguration da auch nicht, aber solange ich kein Euphonium im Orchester habe, ist mir das egal. Ich hab aber Tenorhörner :)

Geht es dir hier um die Transponierung des Instruments oder um den Klang beim Vorspiel?

Für die Transponierung ist es egal, ob du Euphonium, Baritonhorn, Tenorhorn oder Posaune im Violinschlüssel nimmst.

Der Klang ist natürlich Geschmackssache. Da hilft evtl. ein anderer Soundfont.

Antwort auf von OEST

Zur Auswahl (für die Voreinstellung in MuseScore) stehen aber halt nur die 128 Klänge aus General MIDI.
Da benutzt Bariton Horn den Klang "French Horns" , Alt Horn und Euphonium aber "Tuba" (und eigenartigerweise nicht deren "...expr." Varianten, also ohne die Fähigkeit der Einzelnoten Dynamik, scheine ein Bug in 3.4.2 zu sein, nicht aber in 3.3.4)

Antwort auf von OEST

Genau, zusammenschreiben, denn die Getrenntschreibung gibt es bei zusammengesetzten Substantiven (Komposita) nach deut. Rechtschreibung nicht. In der Liste der Instrumente spuken immer noch etliche getrennt geschriebene Hörner und sonstige Instrumente herum (Alt horn, Bariton horn), die alle zusammengeschrieben werden müssten. Die Grundstimmung sollte dann einheitlich dahinter stehen: Althorn in Es.
Dass das Tenorhorn nicht (mehr) gelistet ist 😱, ist mir nie aufgefallen, war das wirklich immer so? Dann muss es auf jeden Fall der Liste hinzugefügt werden, da es ein häufig anzutreffendes Instrument in Kapellen, Posaunenchören etc. ist. Ein Blick auf die Seiten der großen Metallblasinstrumentenbauer in Deutschland (Miraphone, B&S) zeigt auch, dass es tatsächlich existiert!
Was die Midi-Klänge betrifft: wenn du im Mischpult nachguckst, siehst du, dass es sowieso nicht wirklich viele unterschiedliche Klänge für Blechblasinstrumente gibt. Dem Euphonium ist z.B. der Tuba-Klang zugeordnet, manchen Hörnern der des Waldhorns (French horns im Mischpult). Euphonium und Baritonhorn sind sich in natura vom Klang her schon sehr ähnlich und Baritonhorn und Tenorhorn auch, letzteres ist eben enger mensuriert. Ich verwende da immer das Euphonium als Instrument (im Bassschlüssel, wir transponieren nicht). Wenn es zu schrill klingt ist vielleicht auch die Info zum Transponieren in der instruments.xml falsch angegeben oder es liegt in der Tat an der verwendeten Soundfont (siehe beim Synthesizer). Für Blechbläsernoten verwende ich z.B. lieber die TimGM6mb.sf2.
Dennoch sollte die Instrumentenbezeichnung in der deutschen Lokalisierung von MuseScore mit der deutschen Verwendung der Begriffe Althorn, Tenorhorn, Baritonhorn übereinstimmen, die hier vom angelsächsischen Sprachraum abweicht. Man könnte die Liste natürlich auch generell modifizieren, und deutsch bzw. englisch hintenanstellen. Eventuell gibt es auch im nicht-deutschen Sprachraum die Notwendigkeit auf das spezifisch deutsche Bariton/Tenorhorn zurückgreifen zu müssen z.B. für die Transkription klassischer Musik (z.B. Viktor Ewalds Quintette für Blechbläser aus dem 19./20. Jhdt.).
Nebenbei bemerkt, manchmal sind Klänge auch generell falsch zugeordnet, wie z.B. beim Cimbasso. Hier müsste eigentlich der Klang einer Posaune (trombone) zugeordnet sein, da es sich um ein trompetenartiges Blechblasinstrument (Trompeten+Posaunen) handelt und kein hornartiges, wie die Tuba, deren Klang hinterlegt ist.
Man kann übrigens auch eine eigene modifizierte Version der Instrumentendatei (instruments.xml) anlegen und diese in den Einstellungen unter Partitur bei Instrumentenliste 2 angeben. Dort kann man so viel ich weiß auch den Klang unter "program value" ändern und auch eigene Instrumente hinzufügen. Ich habe das so gemacht, da mir die Standardauswahl an Blechblasinstrumenten nach einem Versionswechsel von MuseScore plötzlich zu limitiert war.

Antwort auf von enkidu

Die Übersetzungen für "F" bzw. "Eb Alto Horn" und "Baritone Horn" habe ich jetzt zu "Althorn in F" bzw. "in Es" und "Baritonhorn" verbessert. Werden dann in MuseScore 3.5 so sein

Wir können natürlich auch das Baritone Horn (oder "Baritone Horn (Treble Clef)" oder beide) zu Tenorhorn übersetzen und das Euphonium zum Baritonhorn?

Antwort auf von Jojo-Schmitz

Es ist auch verwirrend (ich könnte jetzt Asterix & Obelix zitieren). Fürs Tenor horn (UK) und Tenorhorn (D) hätte man somit zwei Einträge, da sonst die Briten verwirrt wären. Das britische TH entspricht dem Althorn und hat somit einen anderen Tonumfang (und eine andere Grundstimmung, nämlich in Es).

Antwort auf von kuwitt

Sind sie, sie gehören innerhalb der Blechblasinstrumente zu den hornartigen, wie auch die Tuba, das Waldhorn (selbstredend) usw. Das Tenorhorn hat eine engere Mensur (schmaleres Rohr) als das Baritonhorn. Letzteres hat zudem fast immer 4 Ventile, klingt besser in tiefen Lagen. Ich halte die Wiki-Aussage, dass z.B. ein Tenorhorn mehr wie eine Posaune klingt für falsch. Auch das Tenorhorn ist ein Horninstrument und hat auch die klanglichen Eigenschaften dieser Unterfamilie. Bei der Posaune und Trompete sind die Rohre (bis auf den Schallbecher) gleichbleibend zylindrisch und nicht überwiegend konisch wie bei den Hörnern.
Klanglich kann man den vielen Instrumenten sowieso in Notensatzprogrammen nicht gerecht werden, aber sie sollten schon wählbar sein. Das Euphonium ist in D und UK/USA/F gleich, bei Alt-, Tenor-, Baritonhorn gibt es jedoch Abweichungen. Das sollte man eventuell berücksichtigen.

Antwort auf von Jojo-Schmitz

Es ist definitiv ein eigenständiges Instrument, insbesondere im Vergleich zu anderen Einträgen. In der instruments.xml gibt es auch doppelte Einträge bzw. Einträge desselben Instruments unter verschiedenen Namen. Es existiert beispielsweise der Eintrag Trompete, der aber der Trompete in B entspricht, die ebenfalls in der Liste enthalten ist. Wichtig ist, denke ich, dass man die Qual der Wahl hat, vor allem, wenn man Noten für ein bestimmtes Instrument X setzen will.
Allerdings ist das Tenorhorn eben gerade nicht international. Das Bild auf http://www.tenorhorn.org/ zeigt die typisch mitteleuropäische, überwiegend deutsch-tschechische, Bauweise dieser Instrumente. Das Baritonhorn sieht im Grunde auch so aus, nur halt etwas weiter mensuriert und meistens mit 4 Ventilen. Traditionell sehen sie aus wie eine "6" und haben Drehventile.
Das Euphonium und das Althorn (=brit. tenor horn, us: alto horn) haben wie die Tuba einen geraden Schalltrichter. UK/US/F-Blechblasinstrumente verwenden zudem – mit Ausnahme des Waldhorns – Périnetventile (Pumpventile).
Mein Vorschlag: da die instruments.xml international ist und bei der Lokalisierung nur übersetzt wird, müsste neben dem mitteleuropäischen Tenorhorn auch das britische "tenor horn" berücksichtigt werden. In der Liste müsste, weil es dem Althorn (D)/alto horn (US) in Es entspricht, dahinter "in Es" und sinnvollerweise zur Unterscheidung in Klammern "UK" stehen. Bei "unserem" Tenorhorn müsste entsprechend wohl (mitteleuropäisch) dahinterstehen. Das ganze einmal im Violinschlüssel transponierend und klingend im Bassschlüssel. Die erklärenden Zusätze werden in der Partitur ja nicht angezeigt, dort steht dann nur der Instrumentenname mit der Grundstimmung. Ich kann gerne einen issue dazu erstellen, wenn das so akzeptabel wäre.

Antwort auf von enkidu

Interessanterweise finde ich in der britischen Lokalisierung kein "tenor horn", höchstens ein "Eb alto horn" (was wohl diesem entspricht??). Zudem stieß ich zufällig bei kurzer Recherche auf einen älteren Forumsbeitrag zu dieser Thematik, es existiert zumindest "Horn im (hohen) B" und "Horn in tiefem B" (https://musescore.org/de/node/11631#comment-227771), gibt es dort eine Parallele zum Tenorhorn, oder verfehle ich dabei die Thematik ;-)?
Ansonsten, wenn es sich um ein nicht vorhandenes zusätzliches Instrument in der Liste handelt, macht es bestimmt Sinn dies noch einmal im Issue tracker als "suggestion" oder im englischsprachigen Forum zu diskutieren - auch im Bewusstsein, dass das Tenorhorn nur eine begrenzte regionale Verbreitung zu haben scheint.

Antwort auf von kuwitt

In der Liste der Instrumente (instruments.xml) gibt es viele rein regional gebräuchliche oder historische Instrumente. Was das britische "tenor horn" betrifft, das müsste natürlich, anders als von mir vorgeschlagen, nicht neu angelegt werden, sondern lediglich in der britischen Lokalisierung übersetzt werden (Eb alto horn → Eb tenor horn). Es wundert mich, dass sich da noch niemand von den britischen Inseln beschwert zu haben scheint.
Man sollte, wie gesagt, beim Eintrag Tenorhorn den Zusatz "Mitteleuropa" hinzufügen, da es als neu angelegtes Instrument auch in der britischen Lokalisierung auftauchen wird, sonst wird es noch mit dem "Eb tenor horn" verwechselt oder vielmehr für dasselbe Instrument mit anderer Grundstimmung gehalten.

Antwort auf von Jojo-Schmitz

Wenn ich mich noch einmischen darf:
Die Bass-Schlüssel-Version darf nicht transponieren.
Als Klang würde mir Tuba besser gefallen.

Also im Prinzip das selbe Instrument wie Euphonium bzw Euphonium (Violinschlüssel). In Natura gibt es da natürlich einen Unterschied im Klang, aber das kann man wohl in MS nicht abbilden.

Zum F Alto Horn kann ich nichts sagen. Gibt es so etwas überhaupt? Mit "F Horn" wäre ja wahrscheinlich eher ein "richtiges" Horn im Sinne von Waldhorn oder French Horn gemeint.

Antwort auf von BurkhardS

@BurkhardS: Ich würde mich dem anschließen, der Tuba-Klang wäre der passendste von den verfügbaren (trumpet, trombone, tuba, french horns) und klar, die Bassschlüsselversion sollte nicht transponieren (das sollte man meiner Meinung nach am besten überhaupt nicht tun).

Antwort auf von Jojo-Schmitz

Aus dem Wiki-Artikel zum "tenor horn": In the 1970s, King Musical Instruments produced a variation on the tenor/alto horn, called the "altonium". This instrument was keyed in F, and it utilized the same mouthpiece as the French horn.[4] From their 1971 catalog, King Instruments produced two models of the altonium: numbers 1147 and 1148. The 1147 was a straight model, and the 1148 was a bell forward model.[5]
Vermutlich müsste die britische Bezeichnung dann ebenfalls "F tenor horn" lauten. Die Grundstimmung in F taucht allerdings im gesamten Artikel nur an dieser Stelle auf und King ist ein amerikanischer Instrumentenbauer d.h. ich weiß nicht wie verbreitet diese F-Stimmung war. Das heutige Standard-Althorn ist das in Es.
UK gehört zu Westeuropa, nicht aber zu Mitteleuropa (https://de.wikipedia.org/wiki/Mitteleuropa).
Mitteleuropa und nicht Kontinentaleuropa deshalb, weil z.B. in Frankreich, Benelux ebenfalls andere Bezeichnungen (Baryton (entsp. Tenor), Euphonium, Saxhorn s. z.B. https://instruments-musique.pgm-couesnon.fr/fabrication-percussions-ins…) und Bauformen (gerade+Périnetventile (Bild links+Mitte), Périnet war Franzose) gebräuchlich zu sein scheinen und nicht das Baritonhorn und Tenorhorn, die traditionell wie eine 6 aussehen und Drehventile (im Bild ganz rechts) haben.
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Antwort auf von Jojo-Schmitz

Uff, da haben sich ja allerhand Stimmen erhoben, passt halt nicht alles zu meiner Vorstellung.
Die Posaunenchor-Spieler spielen grundsätzlich in C-Stimmung. Das hat wohl den Hintergrund, dass dann die Orgelnoten nicht transponieren müssen. Das Instrument ist aber als transponierendes Instrument gedacht. Das bedeutet, dass eigentlich transponierte Noten erforderlich wären, damit der Musiker nicht transponieren muss. Posaunenchor Spieler transponieren also, ohne dass es ihnen bewusst ist. Mit der Folge, dass Tenorhornisten aus einem Posaunenchor für die Blasmusik nicht zu gebrauchen sind. Das gleiche gilt in aller Regel für andere B gestimmte Instrumente.
Die Blasmusiker wiederum würden sich im Posaunenchor schwer tun. Andererseits ist es doch mit Musescore kein großes Thema transponierte Stimmen anzufertigen.
Es ist doch gut, wenn ich zum Beispiel Es-Alt Sax genauso spielen kann, wie B-Tenor Sax, weil die Griffe immer die gleichen sind, ich aber halt transponierte Noten brauche. Da muss ich nicht umlernen oder transponieren. Posaunenchorler sollten vielleicht mal langsam anfangen umzudenken...
Das Tenorhorn ist für mich ein B- Instrument, das im Violinschlüssel zu notieren ist. In der Blasmusik gibt es nichts anderes. Posaunenchorler sind Exoten...wollen es wohl auch bleiben.

Antwort auf von OEST

Ich werde wohl mal einen Teil eines Stückes von Ernst Mosch, quasi der Inbegriff der böhmischen Blasmusik, mit dem Klang des Bariton Horn und alternativ mit dem des Euphonium, beides Violinschlüssel, hier rein stellen. Dann sollte wohl deutlich werden, was besser passt.

Antwort auf von OEST

Beim Baritonhorn ist "french horns" hinterlegt, finde das klingt zu waldhornig für ein Bariton- oder Tenorhorn. Ist natürlich immer von der Soundfont abhängig. Da es beim Baritonhorn so eingestellt ist, wäre es allerdings im Umkehrschluss auch seltsam beim Tenorhorn einen anderen Klang zu verwenden. Einigermaßen passend sind sowieso nur "tuba" (Euphonium) oder "french horn".

Antwort auf von Jojo-Schmitz

Oder so herum. Man müsste sich nur einigen, was, sagen wir mal ausgehend von der Standard-Musescore-Soundfont, besser passt. Grundsätzlich sind sich Tuba, Euphonium, Baritonhorn und Tenorhorn klanglich untereinander ähnlicher. Das Waldhorn hat schon eine etwas andere Klangnote.
Vielleicht wären Klangbeispiele (Euphonium, Tenorhorn+Waldhorn) tatsächlich hilfreich, wahrscheinlich ist man dann aber enttäuscht, da der Unterschied zwischen Soundfont und echtem Instrument doch (noch) sehr groß ist.

Antwort auf von OEST

@OEST: es gibt keinen vernünftigen Grund zu transponieren. Das ist nur meine Meinung, weshalb ich auch keinen Versuch starten möchte oder wollte, eine Diskussion vom Zaun zu brechen. Transponieren hat für mich etwas mit Tradition bzw. Konvention aber nicht mit Logik zu tun. Ich spiele Posaune und deren Grundstimmung ist auch B. Posaunen transponieren nicht und spielen immer klingend und nach verschiedenen Schlüsseln (mal von einigen Schweizer Brassbands abgesehen). Warum sollte also ein Tenorhorn, das vom Tonumfang mit einer Tenorposaune gleichzusetzen wäre, transponieren und dann auch noch im Violinschlüssel spielen, was überhaupt nicht der Stimmlage entspricht, weshalb wohl oktaviert und transponiert wird? Es handelt sich schließlich nicht einmal um den oktavierten Violinschlüssel (mit der kleinen Acht), wie er bei der Singstimme Tenor oft anzutreffen ist.
Wenn man auf einem beliebigen Instrument einen Ton spielt, dann hat der eine ganz bestimmte Frequenz und hat in der westlichen Musik einem bestimmten Namen. Warum sollte ich bitte ein C lesen und der Ton, den ich tatsächlich generiere, ist ein B? Das Transponieren hat sicher seine historischen Gründe z.B. fehlende Ventile bei Naturtrompeten und Naturhörnern. Bei Posaunen gab es dieses Problem eben nicht, da der Zug immer Bestandteil des Designs war. Klar ist es schwierig, wenn ein Trompete oder Tenorhorn spielender Posaunenchorbläser in einer Blaskapelle mitspielen wollte, dafür kann er jedoch alles klingende z.B. Chornoten oder einfach mal den Cello-Part eines klass. Stücks, Klaviernoten etc. vom Blatt abspielen. Mit einer Trompete in C ist das Mitspielen im Posaunenchor zumindest umgekehrt kein Problem.
Zum Glück haben wir MuseScore und können mit dem "klingend"-Notschalter immer alles auf normal stellen oder über das entsprechend ausgewählte Instrument transponieren. Vielleicht oder sogar ziemlich sicher gibt es irgendwann immer mehr digitale Noten, die man auf einem eReader/Tablet liest. Je nach Format (bei PDFs geht es natürlich nicht), kann man dann mit einem Klick bzw. Drücker transponieren oder auch nicht, dann können Exoten 🦄 und Nicht-Exoten, sofern sie sich nicht verspielen, ganz harmonisch miteinander musizieren 😉

Antwort auf von OEST

Ja, da muss ich dir zustimmen. Die Bariton-Version klingt wesentlich authentischer. Das hängt aber auch stark vom verwendeten Soundfont ab. Ich nehme an, du verwendest den Standard MuseScore_General. Der klingt für meinen Geschmack sowieso nicht besonders gut in den Blasinstrumenten.
Ich nehme den merlin_vienna (hab ich mir mal irgendwo heruntergeladen). Da klingt das Baritone Horn noch waldhorniger. Damit würde dein Vergleich wahrscheinlich anders ausgehen.

Antwort auf von Jojo-Schmitz

Trombone auf keinen Fall, die Posaune gehört nicht zu den hornartigen Blechblasinstrumenten und hat eine andere Klangfarbe. Wie gesagt, entweder tuba oder french horns.
Hier noch einmal solistische Beispiel:
Tenorhorn: https://youtu.be/ZD8eJDLxDrw?t=34
Euphonium: https://youtu.be/u8qXnXQruK4?t=11
Waldhorn: https://youtu.be/ZWqxLsOPHts?t=86
Und klar, man muss von der Standard-Soundfont ausgehen. Die french horns haben eher einen typischen Waldhornklang, diesen kann man bei dem Youtube-Beispiel oben nicht so richtig gut heraushören, wenn man jedoch ein klassisches Hornkonzert von Mozart oder so als Beispiel heranzieht, dann haben Hörner etwas "schmetterndes", das erinnert immer ein bisschen an Jagd(horn). Da das Baritonhorn ebenfalls auf french horns eingestellt ist, müsste man es beim Tenorhorn auch machen (oder beide auf tuba). Das Waldhorn kommt soviel ich weiß in Blaskapellen nicht vor, eine zusätzliche Klangfarbe, nämlich die french horns, wären also nicht schlecht. Die Klänge sind sowieso nur eine grobe Annäherung an den Originalklang.

Antwort auf von Jojo-Schmitz

Das Baritonhorn verhält sich zum Tenorhorn wie eine (Tenor)posaune zur Bassposaune (mit einem zusätzlichen Ventil), die auch beide vorhanden sind. Der Tonumfang (Ambitus) ist eine anderer, was die Tiefe betrifft. Mit dem weiter mensurierten Baritonhorn (=weiterer durchschnittlicher Rohrdurchmesser), das auch ein weiteres Ventil hat, kann man auch die letzten Töne der großen Oktave bis zum Kontra-B abdecken. Es müssen also beide enthalten sein.
Siehe auch hier: https://www.thomann.de/de/onlineexpert_page_tenor_und_baritonhoerner_te…
Ich kann den Issue übernehmen.

Antwort auf von Jojo-Schmitz

Dem würde ich zustimmen. Wobei man auch hierzulande schon mal das englische Baritone Horn braucht, wenn man Brass Band Partituren schreibt. Aber dann nehme ich halt einfach das Tenorhorn und ändere den Namen. Meistens hat man ja sowieso eine Vorlage, in der das schon richtig definiert ist.
Diese ganze Instrumentenvielfalt in der instruments.xml bei eigentlich doch gleichen Instrumenten bläht die Instrumentenliste nur auf und verwirrt mehr, als dass sie nutzt.

Antwort auf von BurkhardS

Ups, habe mir gerade noch einmal den Tonumfang des Baritonhorns (baritone horn) in MuseScore angeschaut. Das entspricht vom Tonumfang her gar nicht dem Baritonhorn, sondern dem Tenorhorn, weil es sich um das britische baritone horn handelt, dass aufgrund des ähnlichen Namens dann als Baritonhorn übersetzt worden ist, jedoch nicht mit unserem mitteleuropäischen Baritonhorn übereinstimmt. Also, die Briten (jetzt würde ich wieder gerne Obelix zitieren...), verwenden wohl durchgängig die "nächsttiefere" Bezeichnung d.h. Althorn ist tenor horn, Tenorhorn ist baritone horn und Bariton läge vom Tonumfang her beim euphonium.
Man müsste demnach das baritone horn in Tenorhorn umbenennen, dann wäre das Baritonhorn (Mitteleuropa) anzulegen. Alternativ legt man Tenorhorn und Baritonhorn jeweils mit dem Zusatz "Mitteleuropa" neu an und lässt den engl. Namen Baritone Horn.

@BurkhardS
Die Gesamtliste ist in der Tat sehr sehr umfangreich. Da die Liste jedoch für den "globalen" Einsatz gedacht ist und auch historische Instrumente abdeckt, ist das schon sinnvoll. Zum einen hat man die Suchfunktion, wenn man schon weiß was man will, und zum anderen gibt es die Rubriken, wie etwa Orchester, Jazz etc. uuuund man kann eine eigene, individualisierte instruments.xml anlegen.

Antwort auf von BurkhardS

@BurkhardS: Wenn man nicht zu viele im Grunde fast identische Instrumente haben möchte, dann sollte man das baritone horn (Baritonhorn) in der deutschen Lokalisierung in Tenorhorn umbenennen und zusätzlich das Baritonhorn (Mitteleuropa) mit passendem Tonumfang und french horns-Sound in Kontrast zum "fülligeren" Euphonium mit tuba-Klang hinzufügen.
Will man etwas für eine Brass Band nach britischem Muster mit adäquater Instrumentenbezeichnung (z.B. inkl. eines britischen baritone horns) setzen oder komponieren, müsste man sowieso die Sprache in MuseScore umstellen (die Sprache der Instrumentenbezeichnung lässt sich schließlich (noch) nicht getrennt von der Sprache der Benutzeroberfläche ändern).
Falls das für alle so OK wäre, würde ich (endlich) einen Issue generieren.

Antwort auf von enkidu

Das Waldhorn (Es Horn) war traditionell Begleitinstrument in der Blasmusik, findet sich aber kaum mehr. Wer will denn auch immer nur Nachschlag spielen... mBa mBa mBa..
Heute findet man in den Sätzen F Horn Stimmen, keine Ahnung warum, die sind ja auch kaum besetzt...Als ich vor 50 Jahren angefangen habe, gab es noch mehr davon, die Leute dillern heute halt lieber stumpfsinnige Handy Spiele, als stumpfsinnigen Nachschlag. :)

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