Einzelstimmenexport bei 4 Stimmen mit 2 Instrumenten

• 23. Nov 2020 - 21:32

Ich verwende die MS Version 3.5.2 für einen Männerchor mit den Stimmen Tenor1/Tenor2/Bass1/Bass2 und schreibe die Noten zweizeilig in 2 Instrumente (Tenor und Bass). Das macht auch das Mischpult mit nur der mp3- bzw. Midi-Export von Einzelstimmen funktioniert nicht. Um im Mischpult nur Tenor 1 zu hören, setze ich Tenor auf Solo und schalten die Stimme 2 stumm. Leider ist what you hear nicht what you get im Export. Der Sound Export berücksichtigt die Mischpult-Einstellungen gar nicht. Ist das ein Bug oder ein Feature? Bei früheren MS Versionen konnte man mal alle Noten, deren Hals in eine Richtung zeigt, markieren und nur für die markierten Noten die Lautstärke ändern. Das lies sich auch so exportieren. Dieses Feature finde ich gar nicht mehr.

Also wie krieg ich jetzt eine Einzelstimme in ein Soundfile ohne alles doppelt zu schreiben?
Vielen Dank


Comments

  • Man kann die einzelne Stimmen auch einzeln in Auszüge tun.
  • Oder per Auswahlfilter nur Stimme 2 auswählen und die im Inspekteur in der Lautstärke (Anschlag) verändern
  • Oder rechts-klick auf eine Note, Auswählen > Mehr... Selbe Stimme.....
  • Wenn man die Barbershop Quartet Vorlage nimmt, und die Notenzeilentexte T/L und B/B, dann kann man im Mischpult die Lautstärke für Tenor, Lead, Bariton und Bass einzeln regeln.
  • Wenn man als Instrument 'Männer' nimmt, kann man mit dem T/B Text im Mischpult Tenor und Bass separat regeln

Antwort auf von Jojo-Schmitz

Hallo Jojo,
vielen Dank für deine Antwort. Ich habe keine Möglichkeit gefunden, einen Auszug für eine Stimme zu generieren, nur für Instrumente. Allerdings werden m.M.n. in der Doku die Begriffe Stimme und Instrument oft verwechselt oder vermischt. Das mit dem Mischpult schrieb ich bereits, das interessiert den Sound-Export aber nicht. Ist das doch ein Bug? Lokale Soundausgabe per Mischpult benötige ich auch gar nicht. Ich brauche Einzelstimmen als Soundfile für meine Chorsänger. Auszüge für EInzelstimmen wären das Beste, dann könnte ich bei geänderten Noten aktuelle Einzelstimmen automatisiert generieren. aber das scheint nicht zu gehen. Das mit dem Inspekteur wäre ziemlich umständlich aber besser als nichts. Das muss ich erst prüfen.

Viele Grüße

Antwort auf von leisniger

Im Prinzip geht das, was Jojo schreibt, aber da ist ein Bug im Mixer, der das verhindert.
Ich habe gerade mit Barbershop Quartet-Vorlage getestet.
Der Export ist nur mit LEAD und BASS als Einzelstimme machbar. Bei TENOR und BARI schlägt der Rekursionsbug im Mixer zu (der, der die CPU-Last eines Cores nach oben treibt, wenn der Regler aufgeklappt ist.)
Siehe: https://musescore.org/en/node/284339#comment-956185

Antwort auf von tuxan

Oder #284339: Eats up all CPU while mixer is open and instrument change is expanded

Und bei mir passiert das nicht, nicht wirklich. Ich sehe einen Anstieg der CPU Last, aber keinen Core der monopolisiert wird, das scheine ein reines Linux Problem zu sein.
Allerdings habe ich davon zur Zeit auch 4+HT, also praktisch 8, da fallen dann 15% CPU Last nicht weiter auf ;-)
Die allerdings sehe ich unabhänging davon ob ich Lead/Tenor order Bari/Bass aufklappe

Antwort auf von Jojo-Schmitz

Ja, das wäre die richtige Schreibweise, die ich immer vergesse.
Zumindest nährt das jetzige Problem meine Hoffnung, das die Rekursion im Mixer bei Instrumenten mit mehreren Sounds beseitigt wird (reicht ja aus, nur den ersten Regler, der sich rechts öffnenden Regler zu entfernen. Und alles ist gut. Dann lärmt auch der Lüfter nicht mehr und ein Core kommt nicht mehr ins schwitzen).

Antwort auf von Jojo-Schmitz

Nein. Ist kein Linuxproblem. Wenn man schon eine starke CPU hat, muß man die einzelnen Kerne anzeigen und man sieht, das einer volläuft (bei Intel halt nur ein halber, wegen dem Hyper-Threading). Ob das unter Windows mit Bordmittel geht, kann ich momentan nicht sagen. Das Deine CPU ein wenig hochgeht ist ja schon mal ein Symptom. Die geht auch in dem Moment runter, wo Du den Regler schließt (oder auch Mixer).
Das es ein Bug ist, sieht man auch im Mixer. Ein Sound hat beim Aufklappen auf einmal zwei Regler, die synchron laufen. Stellt man an einem anderen Sound etwas ein und benutzt dann den immer sichtbaren Regler, ändert der auch den anderen Sound. Für mich eine klare Sache. Es ist seit Version 3 ein Regler zuviel bei mehr als einem Sound. Und das macht die Probleme bzw. ist der Bug.

Antwort auf von Jojo-Schmitz

Seit ich meinen neuen i5 mit 6 echten Kernen und HT (sprich 12 Cores) habe, komme ich auch nur noch auf 8% CPU-Last in dr Summe. 11 Idlen vor sich hin und einer bei knapp 100%.
Durch der Rekursion bleibt er auf dem selben Core um nicht den L1 neu zu füttern.

Edit:
Bau Dir mal eine VM mit einem Kern und starte darin Musescore, öffne den Mixer und klappe dann den Kanalzug auf. Schau dann mal die CPU-Last in der VM (nicht: der VM) an. 99%.

Antwort auf von Jojo-Schmitz

Ich gehe mal davon aus, das Du in dem Moment, wo Du den Screenshot gemacht hast, nichts am Laufen hattest, was Last erzeugt.
Was auf dem Bild fehlt: Die Auslastung bei geschlossenem Kanalzug. Von daher ist das Bild nichtssagend.
Ich interpretiere so: Du hast nur Musescore am laufen und den Kanalzug geöffnet. 4 von 8 Kernen zeigen Last von ca. 25%. Windows schiebt den Prozess von Kern zu Kern um jeden etwas zu belasten (dafür lädt er den L1-Cache für jeden Core neu). Das bedeutet: 4 x 25% = 100% Last auf einem Core.
Ich warte auf Deine Gegenargumente.

Antwort auf von Jojo-Schmitz

Ich seh schon, wir kommen auf keinen gemeinsamen Nenner.
Wollen wir von Glück reden, das die Rekursion nicht multithreadbar ist (da ein nicht teilbarer Prozess) und alle Kerne bis unter die Decke damit vollaufen können.
Soll der Bug leben und in den Himmel der Ungefixten eingehen. Er ist zu unbedeutend geworden. Früher, als man noch eine Ein-Kern-CPU einsetzte, da wäre er bedeutungsvoll gewesen. Aber da war er noch nicht geboren. Jetzt, in der neuen Zeit, wo man nur auf das Große schaut, fühlt er sich mißachtet, da man ihn einfach mit mehr Leistung und Parallelisierung entmachten kann und er denkt sich: "Ach, wäre ich früher geboren. Da wäre ich so mächtig gewesen, das man mich gleich gefixt hätte." Und somit zeigt er sich ganz offen, wenn sich die Gelegenheit bietet.
Dabei denkt er: "Ihr seht mich nicht obwohl ich vor Euch stehe?" Und weil man ihn nicht sehen will, entzieht er dem System bis ans Ende aller Tage etwas Energie.

Antwort auf von tuxan

Verstehe ich nicht, ich sehe den Bug und kann ihn bestätigen, aber halt nicht 100% so wie du ihn beschreibts, er monopolisiert eben nicht einen Core. Er erzeugt aber insgesamt gleichviel Last, nur halt auf N Cores verteilt.

Und ja, das sollre repariert werden. Nur herauszufinden in welchen Code-Zeilen der Fehler steckt is halt nicht unbedingt trivial.

Antwort auf von Jojo-Schmitz

Der Bug monopolisiert auch nicht den Core, das macht der Kernel des Betriebssystems. Bei mir wird der Prozess etwas länger auf einem Kern gehalten als bei Dir. Deswegen kommst Du nicht auf die annähernd 100%.
Der Prozess, der wohl nicht weiter auf mehr Kerne verteilt werden kann, bekommt vom Kernel (?, vermutlich, da das weiterschieben auf den nächsten Kern vom Betriebssystem abhängig zu sein scheint und damit von den Kerneleinstellungen) einen Kern zugewiesen. Je nachdem, wie schnell die CPU, der L1, ... ist, kann der Prozess schneller oder langsamer die Last nach oben treiben. Da spielen sicherlich mehrere Sachen ein Rolle.
Ich hänge Dir mal ein Screenshot von mir an, wo der Verlauf der Lastverteilung zu sehen ist. Außer ein paar Programme, die offen sind, aber keine Last erzeugen lief nur Musescore. Wenn dann die Ausschläge nach oben kommen, hatte ich den Kanalzug aufgeklappt. Du siehst, ab und an schlagen die an die 100%.
Im übrigen, mehrere Instrumente und deren Kanalzüge geöffnet, erhöht nicht die Last. Es bleibt also immer der gleiche Prozess. Ist evtl. schon mal ein Anhaltspunkt für die Suche.
Apropos Fehlersuche. Daß das nicht einfach wird, ist mir klar. Immer wenn eine GUI dranhängt, wirds unübersichtlich. Ich kann nur den Tip geben: Die beiden ersten Regler bergen das Problem. Einer ist zuviel und ich vermute, das es an dem Hauptregler hängt, weil a) der beeinflußt alle Regler, b) der Regler direkt mit dem Regler des ersten Sounds reagiert.

Anhang Größe
CPU-Last.png 62.07 KB

Antwort auf von tuxan

Und zwar der immer Sichtbare Regler scheint beim Aufklappen auf einmal zuviel zu sein. Warum? Weil seine Wertänderung auf alle anderen Unterregler sich auswirkt.

Vermutlich sollte er ursprünglich mal als Summierer (addiert/subtrahiert bei allen Kanälen den gleichen Wert) ausgelegt werden. Dann entstand wohl ein Problem, wenn ein (Unter-)Regler 0 oder 100 Prozent des Reglerweges hat. Dann (spekuliere ich mal) ging ein bischen der Überblick verloren und seitdem steht das Problem.

Einer der beiden Regler, der den ersten Sound einstellt muß weg. Dann ist alles gut.

Antwort auf von Jojo-Schmitz

Ok, da ich kein Englisch kann und ich mich nicht in einer Sprache äußer, in der ich mich nicht artikulieren kann, kann ich maximal was visuelles machen. Aber das hat wohl wenig Sinn, da es eh nicht angeschaut wird (das weiß ich, weil ich das schonmal gemacht habe). In dem Video hatte ich unter anderem das Verhalten der Regler dargestellt und das da etwas falsch läuft. Es wollte aber keiner erkennen.
Wenn ich der Sprache mächtig wäre, würde schon lange ein entsprechender Eintrag im Issue sein.

Also begrabe ich meine Hoffnung. In der Version 4 ist der Bug auch drin (zumindest als ich die vor etlichen Wochen mal angeschaut hatte).

Im Zusammenhang mit der ursprünglichen Frage verhindert der Bug den Export der 1. Stimme solo aus der Barbershop Quartet Vorlage. Mute 1 Stimme ->Stimme 1 und 2 sind gemutet; Solo 1. Stimme: Stimme 1 und 2 sind aktiv. (Hint: nach dem einklappen gleich wieder aufklappen, dann siehst Du es) Vielleicht überzeugt Dich das, das da etwas nicht so läuft wie es soll und das an einen Fehler in der Programmierung verweist.

Edit: Ich habe das Video noch einmal herausgesucht, das ich zum Thema Bug im Mixer - Reglerverhalten gepostet hatte (Mai 2019). Hier der Link nochmal zum Video: https://youtu.be/d605ftD-_XA

Antwort auf von Jojo-Schmitz

Vielen Dank für die Fehlersuche. Hab jetzt mitgenommen, dass das im Sound-Export zu hören sein soll, was im Mischpult eingestellt ist. Das Mischpult buggt, also kann ich nicht so exportieren wie ich will.
Die Version mit 2 Instrumenten und 4 Stimmen scheint im Musescore nicht zu den bevorzugten Usecases zu gehören, ist aber bei 4stimmigen Chören sehr weit verbreitet. Die beste Lösung wäre, Auszüge für Instrumente und für Stimmen zu ermöglichen. Dann könnte man das Generieren der Soundfiles für die Einzelstimmen als JSON Job (musescore -j) automatisieren.

Antwort auf von leisniger

Auszüge für Stimmen sind möglich, wie ich auch oben schon erwähnte

2 'Instrument' für 4 'Stimmen' sind durchaus üblich, wie die Closed Score SATB und Barbershop Quartet Vorlagen zeigen.
Ich benutzte ersteres ständig. Zusammen mit den S/A und T/B Texten und dem Mischpult

Antwort auf von Jojo-Schmitz

Dieser Bug verhindert eben nicht die den Export der Stimmen, habe es eben einfach mal getan.
Weil Du ihn über Auszüge umgangen hast.
Im Mixer ein Instrument bzw. Stimme auf Solo setzen und dann exportieren, exportiert nur dieses Instrumen/Stimme. Zumindest bei Midi-Export. Der Bug verhindert, das man die 1. Stimme solo setzen kann, da er immer alle Stimmen des Instruments auf solo setzt.

Antwort auf von Jojo-Schmitz

Ok, bei bei MP3 funktionierts, da man bei -inf (<= -100dB) von der Stimme nichts mehr hört. Bei Midi sind die Noten da (über den Value-Wert kann ich im Moment nichts sagen, müßte ich testen)

Tja, das ist der Haken. Die 1. Stimme ließ sich bei mir nicht solo exportieren (die 2. Stimme schon). Vielleicht, weil ich nach der Solo-Auswahl eingeklappt habe.

Antwort auf von tuxan

Hab meine Auszüge erstellt und exportiert. Funktioniert per Hand ganz gut.
Beim Batch Job hab ich noch ein Problem mit der Benennung der Auszüge im Json file. Im Forum und im Handbuch finde ich nur diese Syntax:
{
"in": "Lied.mscz",
"out": [
"Lied-AlleStimmen.mp3",
[ "Lied-", ".mp3" ]
]
}
Ich vermute nun, dass ich für jeden Auszug einen Eintrag "out" anlege. Aber wie ist die Komma-Syntax zu interpretieren? Wo schreibe ich den Namen des gewünschten Auszugs hin?

Antwort auf von tuxan

[ "Lied-", ".mp3" ] generiert MP3s für alle Auszüge die es gibt. Ob man explizit nur einen Auszug angeben kann, hab ich nicht rausbekommen. Dafür müsste ich mir wohl auch in den Sourcen nachsehen, falls ich mich da zurechtfinde.
Allerdings scheint das auch nicht richtig zu funktionieren. Von 4 Auszügen waren 3 stumm bei etwa gleicher Größe des MP3 files. Die MS-Wiedergabe hat wieder ein anderes Verhalten als der Export. Wenn ich bei einem Auszug (Tenor 1) "Play" drücke, werden 2 Auszüge (Tenor 1 + 2), also beide Stimmen des Instruments wiedergegeben. Die Noten des Auszugs werden aber korrekt mit nur 1 Stimme angezeigt. Da scheint einiges durcheinander zu sein. Werd' wohl mal ein paar Bugreports schreiben.

Hab den Einzelstimmen-Export jetzt doch über den Inspekteur gelöst. Sehr umständlich, aber immerhin geht's.

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